> 13. Januar bis 06. März 2010
Seine kristallinen Strukturen, sein farbig schimmerndes Weiß und sein glitzerndes Licht zaubern eine magisch-fragile Atmosphäre, die wir in ganz besonderen Objekten gebannt sehen. Raureif "wächst" gegen den Wind, eben so wie manche Gestaltungs- und Produktidee bevor sie den Mainstream erreicht. Erfrischend raffiniertes Crossover der Materialien und Techniken bestimmt den Jahresauftakt bei craft2eu, zu dem wir Gestalter aus ganz Europa eingeladen haben. »mehr…

Vom 13.01. bis 06.03.2010
Mo-Fr 12-19 Uhr, Samstags 11-16 Uhr


craft2eu Ladengalerie für europäisches Kunst!Handwerk und Design
Eppendorfer Weg 231
20251 Hamburg
Telefon 040/480 928-22
Telefax 040/480 928-24

 
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Die Fotoimpressionen geben einen kleinen Eindruck von "Raureif" bei craft2eu. Das Licht ist rar um diese Jahreszeit und drinnen ist es genauso cool wie draussen.

Die Stars der "Raureif"- Ausstellung sind:

Andrea Platten mit einer Gefässgruppe, die durch ihr strukturiertes Dekor in müden Grau- und Weisstönen geradezu synonym zum Thema passt.

Jannette Schoedel-Müller schickte zwei große Keramik-Dosen in deren minimalistisch-kontrastreichen Dekoren die Stimmung eines echten Wintertages/ einer Winternacht, wie wir sie zur Zeit erleben dürfen, auf den Punkt gebracht werden.

Susan Heise ist eine unserer Neuentdeckungen. Sie stellt in neuer Frische ihr wunderbar feines wie auch großzügiges Porzellan vor. Appetitliche Schalen und Schüsseln, fein gedreht aus rein weissem Porzellan. Von aussen eine haptisches Schmankerl, innen in kühlen Seladontönen glasiert.

Frank Schillo stellt eine abwechslungsreiche Gruppe von Vasen vor, die sich mit Variationen zum Thema Schneeflocken- und Eiskristallstrukturen schmücken - auf fades Grau zauberte er mit Spitzen feinsinnige Lebendiggeit, die das Winterliche beinhaltet.

Barbara Hast ist berühmt für ihre subtilen Porzellangefässe, deren organische Formen sich in geradezu meditativen Kleinststrukturen der aufgetragenen Schlickerdekore manifestieren. Wie gewachsen, von äusserster Perfektion, künden sie von der gestalterischen wie handwerklichen Meisterschaft ihrer Schöpferin.

Young-I Kim, junge Silberschmiedin aus Hildesheim, versetzt einen mit ihren "charakterisierten Gefässen" in Staunen. Ihre von Hand aufgezogenen Kupferbowls sind in mehreren Schichten mit Emaille überzogen und immer wieder poliert worden. Die Innenwöllbung trägt ein Kleid aus Blattsilber, das sich selbst in die Unendlichkeit seines Strahlens wiederspiegelt. Die Kühle Anmutung, auch durch die gewählte Farbigkeit der matten Emailleschicht bestärkt, vergeht für denjenigen, der das Privileg hat diese Gefässe in die Hand zu nehmen. Überraschend zart und weich schmeichelt die Oberfläche dem Tastsinn.

Sabine Reichert hat für uns die Farben des Winters eingefangen. In ihren Silberschalen schweben sie wie eine ausserirdische Ahnung voller Eleganz über alles Irdische.

Kathryn Partington lässt die Assoziation des "Raureifes" nicht auf unserer Haut schmelzen. Sie konserviert diese in Silber, Seide und Porzellan mit zarten Mustern und Dekoren die in den verschiedensten Druck- und Prägetechniken aufgebracht werden. Manches grenzt an Zauberei, glimmert leicht, schimmert fein und präsentiert sich wechselhaft wie ein "Wackelbild" im Auge des Betrachters.

Michaela Kirchner experimentiert derzeit mit kleinsten Struckturen, die sich als silberne Eisschollen um den Hals seiner Trägerin gruppieren. Ihre amorphen Formen sind in winzige Gitterstrukturen aufgelöst die das Licht von allen Seiten fangen und als kostbaren Schimmer zurück werfen.

Anke Hennig verbindet in ihrem Schmuck Winterfarben und eisigen Glanz mit der zarten Transparenz textilen Gewebes, Monifil, deren Entstehungsgeheiminis ganz bei ihr liegt. Leicht und kostbar sind Rosetten für Broschen und Ohrschmuck und die flexiblen Verläufe der Ketten, schon durch ihre technische Rätselhaftigkeit und gleichzeitige Attraktion.

Freia Schulze demonstriert in ihren Glasgefässen, dass ihr die Kreativität des Raureifes zutiefst vertraut ist. Was dieser selten, immer überraschend und höchst vergänglich in die Natur zaubert, hält sie für die Ewigkeit in ihren erlesenen Glasobjekten fest. Eisig und fein spielen die zarten Muster ihrer herrlichen Gläsern mit dem Licht.

Åsa Pärson aus Schweden webt die kostbarsten Schals aus feinster Wolle - man glaubt es kaum - auf einem Handwebstuhl. Sie sieht es als Ausgleich zu ihrem Job als erfolgreiche Textildesignerin für die Industrie. Klassische Webmuster - Fischgrät oder Vogelauge - reichen ihr als Spielzeug für ebenso verblüffende wie minimalistische Variationen die einem gediegenen Understatement entgegen kommen und die Träger ihrer Schals als die wahren Connaisseure auszeichnet.

Die Dänin Lotte Dalgaard ist Handweberin aus Leidenschaft, ein Genie auf dem Feld der Farbkomposition und eine raffinierte Technikerin. Sie entwickelt herrliche Schals, die zur Jeans wie zum Abendkleid passen und die langweiligeste Garderobe herausreissen weil man sie ungewöhnlich vielfältig drapieren, schlingen, knoten kann - ein kleiner technischer Trick erfüllt ihre Gewebe mit Spannung, verleiht ihnen eine flexible Naturkrause die unverwüstlich ist - aus Baumwolle und Leinen.

Maren Speth aus Hamburg ist für den schicken Strick bekannt. Und da es bei "Raureif" bitterkalt ist stellen wir ihre ebenso unkomplizierten wie individuellen Schals vor. Mit ihrem ausgetüftelten Mustermix, dessen  Tragevarianten ausprobiert werden wollen, lassen sie jeden schlichten Streifenschal alt aussehen.

Ruth Loebe begegnet dem winterlichen Thema mit einer herrlichen Kollektion neuer, handgewebter Wollplaids in unterschiedlichen Größen, Farbkombinationen und Mustern. Frische, fast frühlingshafte Farbkombinationen lockern weis-graue Strukturen auf: wahre Hingucker!

 
 > 13. Januar bis 06. März 2010